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IW-Gutachten: Preise für Mikroapartments steigen pro Jahr um 10 Prozent

Best Place Immobilien GmbH & Co.KG Projekt Name: Maison Frederique Adresse: Eisenzahnstraße 11-16 PLZ: 10709 Berlin Wohnung, Muster, Wohnzimmer, Küche

Foto: Yves-Sucksdorff

Mikroapartments, Mircoliving oder Compact Living sind kleine Wohnungen mit 1 bis 1,5 Zimmern in Städten oder zentralen Lagen. Die Kaufpreise für solche Wohnungen sind 2020 deutschlandweit um 10,5 Prozent gestiegen. An manchen Standorten waren es sogar bis zu 18 Prozent. Das geht aus dem Cube Compact Living Report 2021 vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor. Was die Kölner Wissenschaftler sonst noch herausgefunden haben und was Käufer von kompakten Wohnungen in der Innenstadt wissen sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Bereits 2019 waren die Kaufpreise für Mikroapartments um 10,7 Prozent gestiegen. Die Kaufpreisdynamik entwickelte sich regional jedoch sehr unterschiedlich. In Berlin legten die Kaufpreise 2020 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zu, in Leipzig um neun Prozent. Gleichzeitig ging das Angebot zurück: 2020 wurden deutschlandweit weniger kompakte Wohnungen zum Kauf angeboten als im Vorjahr.

Mircoliving-Mieten steigen deutschlandweit, Berlin mit am teuersten

Das Mietangebot war 2020 höher als 2019. Die Mieten für kleine Wohnungen legten dennoch zu: Im Mittel waren es 3,4 Prozent. Dem Gutachten zufolge stiegen die Mieten in fast allen untersuchten Standorten. Ein Blick in die einzelnen Städte zeigt auch bei den Mieten große Unterschiede. In absoluten Zahlen gehören die Mieten in der Hauptstadt mit einem Mittelwert von mehr als 16 Euro zu den teuersten in Deutschland. Nur in München, Frankfurt und Stuttgart lagen die Angebotsmieten im Bereich Microliving höher. In Leipzig mussten Mieter für eine Kompaktwohnung 2,5 Prozent mehr zahlen als noch im Vorjahr. Damit beschleunigte sich die Mietpreisdynamik.

Megatrend Compact Living

Mikroapartments gelten als einer der wichtigsten Trends auf dem Immobilienmarkt. Hier kommen verschiedene Gründe zusammen. Zum einen gibt es in Deutschland immer mehr Single-Haushalte, die Anzahl steigt schon seit Jahren. Das dürften größtenteils tatsächlich Singles unterschiedlicher Altersgruppen sein – auch allein lebende Senioren schätzen kleine Wohnungen in Städten –, aber auch Menschen, die zwar in einer Beziehung leben, aber auch beruflich in unterschiedlichen Städten zu tun haben. Zum anderen wird der Platz in den Städten knapper und der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit größer. Dieser führt letztlich auch dazu, dass die Ressourcen Platz und Baumaterial sparsamer eingesetzt werden.

 

Viele Arten von Mikroapartments

Das Spektrum an kompakten Wohnungen in Deutschland ist breit: Es reicht von 1- oder 1,5-Zimmer-Wohnungen in regulären Mehrfamilienhäusern über Einliegerwohnungen in Einfamilienhäusern bis hin zu kompletten Mircoliving-Projekten, die den Mietern möblierte Apartments mit Zusatzleistungen wie Wäscheservice oder Paketannahmen bieten und teilweise über gemeinsame Terrassen oder Coworking-Spaces verfügen.

 

Quelle: IW-Cube Compact Living Report 2021, Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln

Methode: Für das Gutachten analysierten die Wirtschaftsexperten des IW den Microliving-Markt in 71 deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern über drei Jahren (2018 bis 2020) hinweg. Dazu schauten sie sich für jedes Jahr 162.000 bis 200.000 Wohnungsanzeigen an. Sie berücksichtigen auch das angrenzende Umland bzw. die Metropolregion.

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