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KfW 55 Effizienzhaus Standard: Was sich dahinter verbirgt

Mittlerweile hat die KfW verschiedene Standards für den Hausbau und die Sanierung von Wohneinheiten entwickelt, von denen die Förderung für die einzelne Immobilie abhängt. Lesen Sie in diesem Beitrag alles zum KfW 55 Effizienzhaus Standard und wie Sie beim Hauskauf oder Sanieren von Immobilien in den Genuss einer Förderung kommen.

Inhalts­verzeichnis

Durch energieeffizientes Bauen kann der Energiebedarf einer Wohneinheit deutlich minimiert werden. Dies bringt natürlich einige Vorteile mit sich. Der KfW-Effizienzhaus 55 Standard bringt sowohl finanzielle als auch Vorteile für die Umwelt mit sich. Denn mit einem geringeren Ressourcenverbrauch sinken natürlich die Energiekosten des Haushalts. Als Bauherr oder Käufer einer energieeffizienten Immobilie nach KfW 55 Standard profitieren Sie bei der Immobilienfinanzierung von niedrigen Zinsen und einem Tilgungszuschuss. Allgemein gilt: Je höher der energetische Standard ist, desto höher fällt auch die Förderung aus.

 

Was bedeutet KfW 55?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, hat im Laufe der Zeit verschiedene Standards in Sachen Energieeffizienz aufgestellt. Mit der Neugründung im Jahr 1948, hat die KfW-Bank sich das Ziel gesetzt, den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Mit den Jahren hat die KfW ein breites Förderungsprogramm etabliert, unter anderem auch für den Bereich Bauen, Wohnen und Energiesparen.

 

Speziell im Bereich vom energieeffizienten Bauen und Sanieren wurde als Kreditvergabekriterium das KfW-Effizienzhaus definiert. Anhand der Nummer der KfW-Kennzeichnung, in diesem Fall die 55, kann man den Primärenergiebedarf erkennen. Diese steht für den Verbrauch an Kilowattstunden pro Jahr. Hier gilt grundsätzlich die Regelung: Je kleiner die Kennzahl, desto niedriger der Energiebedarf und desto höher die Förderung.

 

KfW 55 stellt somit eine Bauweise da, die besonders energieeffizient ist. Ein Vorteil hierbei ist, dass man diese KfW-Förderung sowohl für einen Neubau als auch für Bestandsimmobilien anwenden kann. Andere Förderungen beziehen sich hingegen entweder nur einen Neubau oder eine Bestandsimmobilie.

 

Die passende KfW-Kennzeichnung setzt sich aus zwei wichtigen Bemessungskriterien zusammen: den jährlichen Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust des Gebäudes. Hierbei gibt der Primärenergiebedarf die Energiemenge an, welche erforderlich ist, um den gesamten Energiebedarf einer Immobilie zu decken. Der Transmissionswärmeverlust hingegen bezieht sich auf die Energiemenge, die bei einer beheizten Immobilie nach außen verloren geht. Für beide Referenzgrößen wurde von der Bundesregierung in der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, ein Höchstwert für Neubauten festgelegt. Dieser festgelegte Wert dient nun als Grundlage für das Bestimmen der KfW-Klassifizierung. Das Effizienzhaus 100 bildet hierbei den Standard, der vom Gesetzgeber über die EnEV vorgeschrieben ist und beim Neubau eingehalten werden muss.

KfW 55 Standard im Vergleich zu den übrigen KfW-Effizienzhaus Standards

Quelle: Deutsche Energie Agentur GmbH (dena)

Anforderungen an den Energiebedarf

Es gibt verschiedene Maßnahmen, welche getroffen werden können, damit ein KfW-Effizienzhaus Standard erreicht wird und somit eine Förderung bewilligt werden kann. Hierfür können zum Beispiel bauliche sowie verschiedene anlagetechnische Maßnahmen näher untersucht werden, um den gewünschten energieeffizienten Standard zu erreichen. Speziell für das KfW-Energieeffizienzhaus 55 müssen folgende Maßnahmen getroffen werden, um den vorgegeben Anforderungen gerecht zu werden:

 

  • Außenwand- und Dachdämmung
  • Wärmepumpe oder Heizung: hier Biomasse- bzw. Holzpelletheizung
  • Gut geregelte Lüftungsanlage
  • Solaranlage für Trinkwassererwärmung
  • Fenster mit Dreifachverglasung und speziellen Rahmen

 

All diese Maßnahmen sind ausschlaggebend, um einen möglichst geringen Wärmeverlust zu garantieren. Durch diese festgelegten Ziele und Bestimmungen fällt die für höhere KfW-Klassifizierungen benötigte Heizenergie wesentlich geringer aus. Die Besonderheit besteht darin, dass die Immobilie passiv beheizt wird. Dies geschieht durch die abgegebene Wärme der Bewohner und der Geräte sowie der Sonneneinstrahlung.

 

Die Erfüllung des KfW-55-Standards verbessert die Energieeffizienz und führt dazu, dass auch erneuerbare Energien eingesetzt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass diese aufgeführten Maßnahmen nicht als abschließend zu betrachten sind, sondern als Teil eines energieeffizienten Gesamtkonzeptes gelten.

Vorteile durch KfW 55

Das energieeffiziente Gesamtkonzept von dem Effizienzhaus 55 bringt attraktive Vorteile mit sich. Die zu treffenden Maßnahmen für den Standard von dem KfW 55 Effizienzhaus führen zu einem verringerten Wärmeverlust. Hierfür ist vor allem eine gute Dämmung ausschlaggebend. Dadurch werden Energiekosten erheblich gesenkt und können somit von dem Nutzer eingespart werden. Durch eine möglichst energieeffiziente Bauweise oder Sanierung einer Wohnanlage steigt ebenfalls der Gesamtwert dieser Immobilie an. Doch diese Bauweise trägt nicht nur zu finanziellen Vorteilen bei, sondern erhöht den gesamten Wohnkomfort der Besitzer der Wohnungen beziehungsweise Mieter. Einer der KfW 55 Standards besteht aus einem umfangreichen Belüftungskonzept, welches eine gesundheits- und wohnraumklimafördernde Belüftung garantiert. Bewohner von Effizienzhaus 55-Anlagen profitieren zunehmend von dieser Bauweise. Der KfW 55 Standard fördert ein umweltbewussteres Leben und steigert somit die Wohn- und Lebensqualität von den einzelnen Menschen. Es lohnt sich also definitiv, die Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu nutzen und somit energiebewusster zu handeln.

Finanzierungsmöglichkeiten

Anträge auf eine KfW-Förderung können von Ersterwerbern von neu errichteten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen gestellt werden. Ebenfalls können alle Träger von Investitionsmaßnahmen von Neubauten, ob als Selbstnutzer oder Kapitalanleger, einen Antrag auf eine KfW-Förderung stellen. Zu beachten ist, dass die Darlehen der KfW nicht direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt werden können, sondern bei Ihrer Hausbank.

 

Sie erhalten eine qualifizierte Baubegleitung durch einen Energieberater. Der Energieberater koordiniert die Beantragung und übernimmt jegliche Kommunikation zwischen Ihrer Bank und der KfW und unterstützt Sie bei Fragen rund um die KfW-Effizienzhaus Förderung und das Darlehen. Zuschüsse hingegen lassen sich direkt über die KfW-Bank einfordern. Ein Antragsteller hat verschiedene Laufzeitvarianten zur Auswahl:

 

  • Bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 2 Tilgungsfreijahren
  • Bis zu 20 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 3 Tilgungsfreijahren
  • Bis zu 30 Jahre Kreditlaufzeit bei 1 bis 5 Tilgungsfreijahren
  • Bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit mit vollständiger Tilgung zum Laufzeitende

 

Während der tilgungsfreien Jahre müssen lediglich die monatlichen Zinsen auf die abgerufenen Kreditbeträge gezahlt werden. Nach Ablauf der tilgungsfreien Jahre muss der Kredit in monatlichen Annuitäten zurückgezahlt werden. Der maximale Kreditbetrag bei einer KfW-Förderung beträgt 100.000 Euro pro Wohneinheit. Mit dem Energieberater wird auch schon bereits mit Abschluss des Kredits der anfällige Zinssatz für die ersten 10 Jahre festgeschrieben. Der Tilgungszuschuss, sprich die Gutschrift auf den valutierenden Kreditbetrag, unterscheidet sich je nach KfW Standard. Speziell bei der KfW 55-Förderung beträgt der Zuschuss 5%. Bei einem maximalen Kreditbetrag von 100.000 Euro hat der Antragsteller somit allein durch den Tilgungszuschuss eine Ersparnis von 5.000 Euro, die direkt vom geschuldeten KfW-Darlehen abgezogen werden. Somit ist es für Immobilienkäufer interessant, nach Immobilien zu suchen, die den KfW 55 Standard erfüllen.

 

Besonders interessant: Wenn Sie als Kapitalanleger gleich mehrere Wohnungen in einem Neubauprojekt kaufen, bekommen Sie für jede einzelne Wohnung einen günstigen KfW-Kredit von bis zu 100.000 Euro und den Zuschuss in Höhe von 5%. Diesen Vorteil haben zum Beispiel viele Käufer in unserem Projekt FOX CUBE in der Rhinstraße im Berliner Bezirk Lichtenberg genutzt. Hier entsteht ein Neubauprojekt mit mehr als 100 Mikroapartments, welche nach dem KfW 55-Standard errichtet werden. Durch die niedrigen Kaufpreise haben Investoren häufig gleich drei oder mehr Wohnungen gekauft und für jede Wohnung die KfW-Förderung genutzt. Bei vier Einheiten sind das bis zu 20.000 Euro.

Fazit

Die KfW 55 Förderung bringt so einige Vorteile mit sich. Mit der richtigen Wahl einer Immobilie, welche nach dem Standard vom Effizienzhaus erbaut wurde, trägt man zum ökologischen Wohlbefinden bei, ohne einen modernen Lebensstil zu gefährden. Durch eine gute Dämmung, einer Wärmepumpe, einer Heizung, welche den Biomasse- bzw. Holzpelletheizung-Standard entspricht und einer gut ausgebauten Lüftungsanlage spart man Heizkosten ein. Für Kapitalanleger kann sich das als äußerst attraktiv gestalten, denn diese können eine höhere Kaltmiete einbeziehen. Die Gesamtmiete für die einzelnen Mieter fällt allerdings ähnlich aus wie die Mietpreise in anderen Wohneinheiten, welche den KfW 55 Standard nicht erfüllen und somit höhere Heizkosten haben. KfW 55 hat für Kapitalanleger demnach nicht nur den Vorteil energieeffizient zu sein, sondern ist ebenfalls äußerst gewinnbringend. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass man beim Hausbau oder einer Sanierung von Bestandsobjekten den KfW 55 Standard erreichen kann, wobei die Kennzahl stets den Energiebedarf angibt. Die KfW 55 ist somit eine sehr energieeffiziente Bauweise und bietet ein hohes Förderungspotenzial.